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vier Personen im Freien in extrovertierten Haltungen. Die Tätigkeit erschließt sich nicht, aber sie scheint mit Leidenschaft ausgeführt zu werden.
Eine Session bei der edunautika 2025 in der Max Brauer Schule | CC BY 4.0 by Tanja Jorns

Worum geht es bei der #edunautika?

Wenn man die Ankündigung von #edunautika-Veranstaltungen liest, kann man bemerken: Der thematische Fokus ist nicht scharf. Häufig ist von „zeitgemäßer Pädagogik“, vom „digitalen Wandel“ und von „Reformschulen“ die Rede. Schaut man in einen Sessionplan wie z.B. aus 2024, 2025 oder auch 2018, so findet man in den Themen der Sessions ein sehr breites Themenspektrum. Die #edunautika bietet ein thematisches Band, das verschiedene Akteure und Themen miteinander verbindet und gleichzeitig Raum für unterschiedliche Interpretationen und Ausgestaltungen der Inhalte bietet. Diese Vielfalt kann in der Gesamtschau herausfordernd wirken, wenn sich zum Beispiel Newbies (= Personen, die das erste Mal an einem Barcamp teilnehmen) fragen: „Welches Thema genau wird bei der #edunautika? Passt mein Interesse dazu?“

Inhaltliche Auswertung aller #edunautika-Sessiontitel 2018 bis 2025

In 2025 haben Ira Fabri und Jöran Muuß-Merholz alle damals erfassten Sessions der #edunautika-Veranstaltungen von 2018 bis Mitte 2025 in einer großen Liste gesammelt und von einer KI auswerten lassen. 2026 wurde die Liste ergänzt und bereinigt; Grundlage dieser Auswertung sind nun 659 bereinigte Sessiontitel aus den Jahren 2018 bis 2026. Das Ergebnis steht unten und gibt Hinweise darauf, welche thematischen Cluster sich aus den einzelnen Sessiontiteln bilden lassen. Zusätzlich hat die KI sich in einer Interpretation von Trends im Zeitverlauf versucht.

Die Titel wurden mithilfe von KI regelbasiert und mehrdeutig verschlagwortet. Eine Session kann also mehreren Themenfeldern zugeordnet sein. Das Ergebnis ist keine wissenschaftliche Inhaltsanalyse, sondern eine strukturierte Annäherung daran, welche Themen in den Sessiontiteln sichtbar werden.

Thematische Cluster der #edunautika

(wie von der KI-Analyse vorgeschlagen)

  • Medienbildung & Digitalität
  • Offenes Lernen, Projektlernen & Herausforderungen
  • Schulentwicklung & Transformation
  • KI & Automatisierung
  • Demokratie, Medienkritik & Desinformation
  • Gesundheit, Achtsamkeit & sozio-emotionales Lernen
  • Tools & Infrastruktur
  • Haltung & Werte
  • Spiel, Gamification & Kreativität
  • Maker, MINT, OER & BNE
  • Vernetzung & Community

Disclaimer

Dieser Text wurde mithilfe von KI erstellt – basierend auf den Sessiontiteln der Edunautika von 2018 bis 2026. Dabei wurden die Titel bereinigt und regelbasiert mit mehreren Tags versehen. Die Analyse bezieht sich ausschließlich auf die Titel, nicht auf die tatsächlichen Inhalte oder Verläufe der Sessions.

Die Inhalte wurden nicht als wissenschaftliche Studie erstellt und nicht redaktionell im Detail geprüft. Es können Fehler, Ungenauigkeiten, fragwürdige Zuordnungen oder Interpretationen enthalten sein. Die Veröffentlichung erfolgt „as is“ – als Denkanstoß und als Blick auf wiederkehrende Themen, nicht als gesicherte Aussage darüber, was in der Edunautika-Community insgesamt wichtig ist.

Unter dem Strich beginnt der KI-generierte Text.


Thematische Trends in Edunautika-Sessions (2018–2025)

Die Edunautika-Konferenz zeigt in ihren Sessiontiteln über die Jahre hinweg ein relativ stabiles Grundinteresse: Lernen soll offener, digitaler, selbstständiger, demokratischer und schulorganisatorisch beweglicher werden. Gleichzeitig verschieben sich die Akzente. Manche Themen bleiben als Grundrauschen erhalten, andere tauchen in einzelnen Jahren deutlich stärker auf.

Die folgenden Beobachtungen beruhen auf einer Mehrfachverschlagwortung von 659 bereinigten Sessiontiteln.

Beim Vergleich der Jahre fällt auf: 2025 bündelt sehr viele Titel rund um offene Lernformen und Herausforderungen. 2026 wirkt dagegen breiter verteilt. Kein einzelnes Thema dominiert, mehrere Linien liegen relativ nah beieinander. Deshalb sollten 2025 und 2026 nicht einfach als ein gemeinsamer neuer Trend gelesen werden.

Methode der Themenanalyse

Für die Auswertung wurden die Sessiontitel bereinigt, Dubletten entfernt und anschließend mit thematischen Tags versehen. Die wichtigsten Tags waren u.a. Medienbildung & Digitalität, Offenes Lernen / Projektlernen, Schulentwicklung & Transformation, Herausforderungen / Erfahrungslernen, KI & Automatisierung, Demokratie / Medienkritik, Gesundheit / Achtsamkeit, Tools / Infrastruktur, Haltung / Werte, Spiel / Kreativität sowie Vernetzung / Austausch. Die Zuordnung ist pragmatisch: Sie macht Häufungen sichtbar, ersetzt aber keine manuelle Inhaltsanalyse. Gerade bei Barcamp-Titeln ist Vorsicht angebracht, weil manche Titel präzise, andere ironisch, verkürzt oder nur aus dem Kontext verständlich sind.

Hauptthemen und deren zeitliche Trends

Medienbildung und Digitalität als dauerhaftes Grundrauschen

Der größte Themenblock über alle Jahre ist Medienbildung & Digitalität. Insgesamt sind 155 von 659 Sessions diesem Feld zugeordnet. Besonders sichtbar ist das Thema 2023 und 2024, etwa mit Titeln zu digitaler Mündigkeit, digitalen Kommunikationsstrukturen, VR/AR, Lernplattformen, digitalen Tools oder Medienbildungskonzepten.

Digitalität erscheint dabei nicht nur als eigenes Thema. In den Titeln finden sich konkrete Werkzeuge und Plattformen ebenso wie Fragen nach Kultur der Digitalität, digitaler Souveränität, hybriden Formaten, KI und pädagogischer Einbettung.

Interessant ist: In den Jahren 2025 und 2026 ist der Anteil digitalitätsbezogener Titel relativ niedriger als 2023/24. Das heißt nicht, dass Digitalität unwichtig wird. Eher scheint sie weniger als eigenes Spezialthema aufzutreten und stärker in anderen Fragen mitzuschwingen: Prüfung, Schulentwicklung, offene Lernsettings, Demokratiebildung oder KI.

Das legt eine vorsichtige Lesart nahe: Digitalität erscheint in den Titeln weniger als Zusatz, der neben „normaler“ Schule steht, sondern häufiger als Teil pädagogischer und organisatorischer Grundfragen. Wenn über Feedback, Prüfungen, Lernumgebungen, Wissensmanagement oder Demokratiebildung gesprochen wird, können digitale Werkzeuge im Hintergrund eine Rolle spielen, ohne im Titel ausdrücklich zu stehen. Für die Interpretation der Daten heißt das: Ein sinkender Anteil expliziter Digitalitäts-Titel ist nicht automatisch ein Bedeutungsverlust.

Offenes Lernen, Projektlernen und „Herausforderungen“

Ein zweiter starker Themenstrang ist Offenes Lernen / Projektlernen. Insgesamt wurden 132 Sessions diesem Feld zugeordnet. Dazu gehören Titel zu selbstgesteuertem Lernen, individualisierten Lernsettings, Projektunterricht, Lernbüros, Montessori-orientierten Settings, Freiarbeit oder Lernlandschaften.

Besonders auffällig ist 2025. Dort sind 78 Sessions mit offenem bzw. projektorientiertem Lernen verschlagwortet. Ein großer Teil davon hängt mit dem Themenfeld Herausforderungen / Erfahrungslernen zusammen: 2025 gibt es 60 Sessions in diesem Feld, etwa zu Langzeitprojekten, „Into the wild“, Begleitung, Aufsichtspflicht, Gruppenfindung, Nachbereitung oder Erfahrungsberichten aus Schulen.

Das sollte man nicht als linearen Trend missverstehen. 2026 fällt „Herausforderungen / Erfahrungslernen“ wieder auf 1 Session zurück. Trotzdem zeigt der Block gut, wie stark die edunautika immer wieder um eine Kernfrage kreist: Wie können Lernende mehr Verantwortung übernehmen, ohne dass Erwachsene die notwendige Struktur, Begleitung und Sicherheit aus dem Blick verlieren?

Schulentwicklung und Transformation bleiben der rote Faden

Schulentwicklung & Transformation ist kein kurzfristiger Hype, sondern ein wiederkehrender roter Faden. Insgesamt wurden 72 Sessions diesem Feld zugeordnet. Besonders sichtbar ist das Thema 2024, 2025 und 2026. Die Titel reichen von agiler Schulentwicklung und Kulturwandel über Schulprogramme, Führungsfragen und Qualitätsentwicklung bis zu sehr grundsätzlichen Systemfragen.

2026 wirkt dieser Strang besonders systemisch. Titel wie „An welchen Stellschrauben können wir drehen, um das System Schule zu verändern?“, „Schule verbessern durch weniger machen“ oder „Schulentwicklung: In Komplexität Handlungsfähigkeit erzeugen“ zeigen, dass es nicht nur um einzelne Tools oder Methoden geht. Es geht um Steuerung, Kultur, Zeitstrukturen, Fächerlogik, Führung und die Frage, wie Veränderung in bestehenden Systemen überhaupt möglich wird.

Über die Jahre stehen konkrete digitale oder pädagogische Praktiken und organisationale Bedingungen nebeneinander. Besonders in den Jahren 2024 bis 2026 wird Schulentwicklung in den Titeln sichtbarer als eigenständige Frage.

Die Titel legen außerdem Verbindungen zu anderen Themen nahe: Offenes Lernen verweist auf Zeit- und Raumstrukturen, KI auf Prüfungen und Aufgaben, Demokratiebildung auf Beteiligung und Haltung, Gesundheit und Achtsamkeit auf Arbeitskultur und Belastung. Schulentwicklung ist deshalb in der Auswertung nicht einfach ein Cluster neben anderen, sondern eher eine Klammer für viele praktische Fragen.

KI: sichtbar, aber eher als Querschnittsdruck

KI & Automatisierung ist mit 38 von 659 Sessions nicht der größte Themenblock. Trotzdem ist das Thema seit 2024/25 klar sichtbar. 2026 gibt es 8 KI-bezogene Sessions. Auffällig ist dabei weniger der reine Tool-Hype als die Frage nach Konsequenzen: „KI-resistente Aufgaben – eine Lösung? Oder Irrweg?“, „Moodle mit KI pimpen“, „Persönliche Lernumgebungen mit KI-Agenten und Markdown gestalten“ oder „Was braucht es, damit ich noch selbst denken will, wenn KI es besser macht?“

KI tritt damit nicht nur als eigenes Thema auf, sondern als Querschnittsdruck auf andere Felder. Sie berührt Prüfung und Bewertung, Aufgabenentwicklung, Medienkritik, Plattformen, Kuratierung von Bildungsmedien und die Frage nach Selbstständigkeit. Die Titel ab 2024/25 legen nahe: Es geht weniger nur um „Welches Tool nutzen wir?“ und stärker um „Was verändert sich an Lernen, Leistung, Denken und Verantwortung?“

Ein Hinweis zur Datenqualität: In der Liste bleibt die Session „Sexy Prompts für ChatGPT – KI in Schule“ mit dem Jahr 2018 erhalten. Dieser Eintrag wird nicht als Beleg für einen frühen ChatGPT-Trend interpretiert, sondern als auffälliger Eintrag in der Datengrundlage.

Die vorsichtige Lesart ist hier wichtig. Würde man nur nach Schlagworten zählen, sähe KI schon vor 2022 stärker aus, als es inhaltlich plausibel wäre. Interessanter ist die qualitative Verschiebung ab 2024/25: Die Titel fragen nicht nur nach Nutzung, sondern nach Bewertung, Aufgabenqualität, Mündigkeit und eigener Denkfähigkeit. Genau dort wird KI pädagogisch unbequem – und deshalb für die edunautika interessant.

Demokratiebildung, Medienkritik und Desinformation

Stärker sichtbar wird Demokratie / Medienkritik. Insgesamt sind 40 Sessions diesem Feld zugeordnet. 2026 ist das Themenfeld mit 12 Sessions eines der stärksten des Jahres. Die Titel reichen von „Schule gegen Extremismus“ über „Fake News & Deep Fakes erkennen“ bis zu „Demokratie-Methoden & -Methödchen“, „Non Verbal Democracy Toolbox“ oder „Dance 4 Democracy“.

Auch 2025 war das Thema sichtbar, etwa mit „Trump vs Bildung & Demokratie“, „Desinformation vs. Demokratiebildung“ oder „Demokratie, Kinderrechte, soziales Lernen“. Die Verbindung von Demokratiebildung und Medienkritik ist dabei zentral: Es geht nicht nur um politische Bildung im engeren Sinn, sondern auch um Desinformation, versteckte Botschaften, Deep Fakes und die Frage, wie Schule auf gesellschaftliche Polarisierung reagieren kann.

Die Daten beweisen keine Ursache. 2026 ist dieses Themenfeld aber besonders sichtbar; einzelne Titel verweisen auf Extremismus, Desinformation und politische Bildung. Gesellschaftliche Ursachen lassen sich daraus nicht belegen.

Bemerkenswert ist außerdem die Nähe zu anderen Themen: Demokratiebildung erscheint nicht isoliert. Sie verbindet sich mit Medienbildung, KI, Deep Fakes, Schüler*innen-Partizipation, Klassenrat, politischer Bildung und Haltung. Damit rückt die Frage in den Vordergrund, wie demokratische Praxis im Schulalltag konkret aussieht – nicht nur als Unterrichtsthema, sondern als Kulturfrage.

Gesundheit, Achtsamkeit und sozio-emotionales Lernen

Ein weiterer neuer bzw. stärker sichtbarer Strang ist Gesundheit / Achtsamkeit / sozio-emotionales Lernen. Insgesamt wurden 36 Sessions so verschlagwortet. Besonders 2025 und 2026 fallen Titel auf, die psychische Belastung, Selbstregulation, Beziehung, Achtsamkeit, Nervensystem, emotionale Intelligenz oder Lehrkräftegesundheit thematisieren.

2026 finden sich z. B. „Psychische Belastung & sozio-emotionale Kompetenzen“, „Nervensystem im Klassenraum“, „Yoga & Achtsamkeit – Bewegen & Atmen“ oder „Soziales Lernen an weiterführenden Schulen“. 2025 erscheinen verwandte Titel zu Motivation, gewaltfreier Kommunikation, Selbstregulationskompetenzen und Belastungen im Kollegium.

Dieser Bereich ist kein dominanter Gesamtblock, wird aber 2025 und 2026 deutlich sichtbar. Für die Auswertung ist er wichtig, weil er nahelegt: Die Diskussion um zeitgemäße Bildung ist nicht nur technisch, organisatorisch oder didaktisch. Sie betrifft auch Belastung, Beziehung, Wohlbefinden und die sozialen Voraussetzungen von Lernen.

Gerade 2026 steht dieses Feld neben Demokratie, Schulentwicklung und Digitalität. Das ist kein Zufall im strengen Sinn, aber ein plausibles Muster in den Titeln: Wenn Transformation, Offenheit und Selbststeuerung stärker sichtbar werden, geraten auch Überforderung, Orientierung und Beziehung in den Blick. Damit erscheint Veränderung nicht nur als Strukturfrage, sondern auch als Frage nach den sozialen und emotionalen Bedingungen von Lernen.

Tools, Infrastruktur und Haltung in der 2026er Breite

2026 ist nicht von einem einzelnen Großthema geprägt. Neben Medienbildung, Schulentwicklung, Demokratie und Gesundheit fallen auch Tools / Infrastruktur, Haltung / Werte / Persönlichkeitsbildung sowie Spiel / Gamification / Kreativität auf. Diese Felder sind in der Gesamtauswertung nicht die größten, aber 2026 gut sichtbar.

Bei Tools und Infrastruktur geht es nicht nur um „Apps“. 2026 zeigt erneut eine sichtbare Linie mit Titeln wie „MDM Relution (für iPads)“, „Moodle mit KI pimpen“, „Große Moodlekurse in offenen Settings“ oder „Wissensmanagement und -transfer an Schulen“. Es geht also auch um Betrieb, Übersicht und Einbettung in schulische Strukturen.

Haltung und Werte erscheinen in Titeln zu Growth Mindset, Wertschätzung, Selbstberatung, jungen Männern, ethischem Kompass oder Haltung gegen Extremismus. Spiel und Kreativität werden u. a. über Serious Games, Gamification, Rollenspiel, Theater, Tanz und kreative Tools sichtbar. Diese Titel sind schwerer zu zählen als Tool-Titel, aber für die Interpretation wichtig: In der edunautika 2026 werden nicht nur Methoden und Systeme sichtbar, sondern auch Ausdruck, Motivation und innere Orientierung.

Maker, OER und BNE: wichtige Linien, aber nicht dominant

Die älteren Themen Maker / MINT / Programmierung, OER / Offenheit und BNE / Nachhaltigkeit bleiben sichtbar, sind aber nicht die dominanten Linien der Gesamtauswertung. Maker/MINT kommt auf 33 Sessions, BNE/Nachhaltigkeit auf 27, OER/Offenheit auf 14.

Maker- und MINT-Themen sind besonders in den frühen Jahren sichtbar und tauchen später punktuell wieder auf, etwa mit Makerspaces, Hackdays, Hardware, Programmierung oder DIY-Geräten. 2025 gibt es dazu u.a. Titel wie „Make your School Hackdays“, „Hardware Support von Fab City“ oder „Makingbildung in Schule“.

OER bleibt ein wiederkehrender, aber kleinerer Strang. Das passt zur Entwicklung: Offenheit ist für die edunautika weiterhin anschlussfähig, steht aber nicht mehr so stark als explizites Label im Vordergrund. BNE und Nachhaltigkeit zeigen sich wiederholt, besonders 2023/24, etwa über BNE-Curriculum, BioBlitz, Nachhaltigkeit oder globale Fragen. Diese Linien bleiben sichtbar und wiederkehrend, tragen aber nicht die ganze Auswertung.

Das heißt nicht, dass diese Themen an Bedeutung verloren haben. Eher haben sie unterschiedliche Sichtbarkeiten. Maker- und MINT-Themen sind oft sehr konkret und erscheinen dann, wenn Projekte, Räume oder Materialien im Mittelpunkt stehen. OER kann als expliziter Begriff verschwinden, obwohl Offenheit weiterhin in Praktiken und Materialien steckt. BNE taucht mal als eigenes Curriculum, mal als Natur-, Klima- oder Weltbezug auf. Für die Auswertung der Titel bleibt deshalb nur: sichtbar ja, aber nicht mit der Wucht von Digitalität, offenem Lernen oder Schulentwicklung.

Vernetzung und Community-Building

Vernetzung / Austausch / Community umfasst 63 Sessions. Das passt zum Barcamp-Charakter der edunautika. Austausch ist hier nicht nur Rahmenbedingung, sondern häufig selbst Thema: Vernetzung von Schulen, Austausch zu Tools, Community-Treffen, regionale Netzwerke, Kooperationen mit außerschulischen Akteuren oder Formate für kollegiale Zusammenarbeit.

2025 ist mit 27 Sessions besonders sichtbar. Interessant ist weniger ein einzelner Peak als die Konstanz: In fast jedem Jahr gibt es Titel, die nicht primär ein fertiges Konzept präsentieren, sondern Austausch, gemeinsame Suche oder Netzwerkbildung organisieren.

Das ist vielleicht eine der stabilsten Eigenschaften der edunautika: Viele Titel wirken weniger wie Vorträge über fertige Lösungen, sondern eher wie Einladungen, gemeinsam an unfertigen Fragen weiterzudenken.

Fazit und zusammenfassende Gegenüberstellung

Abschließend zeigt Tabelle 1 ausgewählte Themenhäufigkeiten pro Jahr. Die Zahlen geben an, wie viele Sessiontitel einem Themenfeld zugeordnet wurden. Mehrfachzuordnungen sind möglich; die Spalten dürfen also nicht addiert werden. Besonders bei „Offenes Lernen / Projektlernen“ und „Herausforderungen / Erfahrungslernen“ ist wichtig: Die Herausforderungen-Sessions sind im Obercluster Offenes Lernen mit enthalten. Einige zentrale Auffälligkeiten werden im Text benannt.

Tabelle 1: Session-Häufigkeiten ausgewählter Themen 2018–2025

Jahr Medienbildung & Digitalität Offenes Lernen / Projektlernen Schulentwicklung KI Demokratie / Medienkritik Gesundheit / Achtsamkeit Vernetzung
2018 18 14 5 1 2 1 6
2019 13 6 5 1 3 3 2
2020 12 6 3 7 2 1 1
2022 8 9 1 1 4 3 7
2023 32 3 4 2 3 1 4
2024 27 4 12 4 7 3 12
2025 30 78 29 14 7 15 27

(Hinweis: Mehrfachzuordnungen möglich. Die Tabelle zeigt ausgewählte Arbeitskategorien, nicht alle vergebenen Tags.)

Beim Blick auf die jüngeren Jahre fällt auf: 2025 treten offenes Lernen, Projektlernen und Herausforderungen besonders stark hervor. 2026 ist breiter verteilt: Medienbildung, Schulentwicklung, Demokratie, offenes Lernen, Tools/Infrastruktur, Spiel/Kreativität, Gesundheit, Haltung und KI bewegen sich näher beieinander.

Insgesamt zeigt die Auswertung drei Dinge. Erstens bleibt Digitalität ein dauerhaftes Grundrauschen, tritt aber zunehmend als Teil anderer Fragen auf. Zweitens werden 2025 offenes Lernen, Projektlernen und Herausforderungen besonders stark sichtbar. Drittens wirkt 2026 breiter verteilt: Schulentwicklung, Tools, Demokratiebildung, Gesundheit, Spiel/Kreativität, Haltung und KI stehen nebeneinander, ohne dass ein einzelnes Thema alles dominiert.

Die edunautika bleibt damit ein guter Resonanzraum für Bildungsdiskurse. Was in den Sessiontiteln auftaucht, ist kein Beweis für gesellschaftliche Kausalitäten. Aber es zeigt, welche Fragen in den Titeln sichtbar werden: Wie lernen Menschen selbstständiger? Wie verändert KI Aufgaben und Prüfungen? Wie bleibt Schule demokratisch handlungsfähig? Wie gehen wir mit Belastung, Vielfalt und Komplexität um? Und wie lässt sich Schule verändern, ohne so zu tun, als gäbe es dafür einfache Rezepte?